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Was ist ein Mantra?

von Loveve
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Was ist ein Mantra?

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Mantra

Mantra = Mystischer Laut, eingeschlossen in eine Klangstruktur.

Seinen Ursprung hat das Mantra im Hinduismus. Das Wort Mantra stammt aus dem Sanskrit (alt-indisch) und bedeutet so viel wie Spruch, Melodie oder auch Hymne. Der Begriff Mantra beinhaltet die Wörter Mantrem (Geist) und tram (Schutz, bzw. Instrument). Wörtlich übersetzt könnte Mantra also „Instrument oder Schutz des Geistes“ bedeuten. Du nutzt Mantras dazu, deinen Körper und Geist zu heilen. Über das Naad (den Klangstrom) kannst du Worte ins Bewusstsein des integrieren.  Als zentrale Technik der Meditation, soll es deine Gedanken in den Einklang mit allem Höherstehenden – dem Universum – bringen

Die Bedeutung des Wortes „Mantra“ heute

Wenn man nach dem deutschen Duden geht, ist ein Mantra „eine unter anderem im Hinduismus und Buddhismus verwendete magische Formel.“Im übertragenen Sinne kannst du unter einem Mantra heute auch einen Spruch verstehen. Dieser kann etwa als Vision eines Unternehmens die Mitarbeiter auf ein gemeinsames Ziel verständigen und sehr motivierend sein.

Wie bilde ich ein Mantra?

Ein Mantra kann aus heiligen Versen, Silben, Worten oder Namen bestehen. Du solltest dein Mantra sprechend, flüsternd, singend oder still in deinen Gedanken wiederholen. Diese Wiederholung des Mantras nennt man auch „Japa“. Sehr wichtig ist dabei die Melodie, denn sie gibt den Takt vor, der sich in dein Unterbewusstsein einprägt. Der mit deinem Mantra verbundene Klang und seine die Melodie, können einen neuen Bewusstseinszustand erzeugen und negative Gedankenströme beenden. Das häufige Rezitieren deines Mantras soll dich dabei unterstützen, meditativ in dein gewünschtes Denken zu kommen.

Beispiele für wirkungsvolle Mantras

Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünscht getan zu haben, das tue jetzt— Erasmus von Rotterdam

Eines der bekanntesten Mantraformen ist sicherlich das „Lebensmantra“. Das sind kurz gesagt deine Vorstellungen davon, wie dein Leben sein sollte. Ein Lebensmantra ist ein Spruch, den du tagsüber wiederholen kannst, um dich darauf zu besinnen, was dir wichtig ist. Schöne Lebensmantren könnten sein:

  • Träume nicht dein Leben – sondern lebe deinen Traum
  • Lebe den Tag so als ob es dein letzter wäre
  • Take it easy
  • Leben ist Verämderung
  • Alles was pasiert hat einen Sinn
  • Ich kann nicht ändern was passiert, aber wie ich damit umgehe schon
  • Lächle
  • Sei einfach du selbst
  • Das Leben ist so, wie du es siehst

Wie viele Mantren gibt es?

Es gibt beinahe unzählige Mantren und jedes Mantra hat eine ganz besondere Bedeutung für und Wirkung auf dich.

Das Mantra im Yoga

Viele Yogini nutzen Mantren im Yoga. Du kannst Mantren im Rahmen der Meditation rezitieren, was sehr befreiend wirkt. Das Mantra wird in vielen Fällen eingesetzt, um den Geist zu beruhigen, ihn in eine ruhige Bahn zu lenken und den Fokus darauf zurückzugewinnen, was der Praktizierende erreichen möchte. Ein Mantra hilft dir also, dich vor negativen Vorstellungen und / oder Einflüssen zu schützen oder ein bestimmtes Ziel – wie beispielsweise deine Lebensvision – zu erreichen. Ein Beispiel für ein sehr bekanntes Mantra sind Kundalini Yoga Mantras. Sieh sie dir im folgenden Video an, um mehr über Mantras zu lernen:

Kundalini Yoga Mantras auf YouTube ansehen

Was bewirkt ein Mantra?

Das Mantra ist zunächst einem eine Kernaussage und beinhaltet eine bestimmte Information. Dein Denken soll sich während der Rezitation mit dem Inhalt des Mantras identifizieren, sodass negative Gedanken keinen Raum mehr einnehmen können. Mantren entfaltet ihre Wirkung dadurch, dass sie gesungen oder gesprochen werden. Umd Mantren zu vertiefen, werden sie öfter wiederholt. Mantren werden von vielen Yogis jeden Morgen als Sadhana gesungen.

Die Mantras aus dem Sanskrit bzw. Gurmukhi (heilige Schrift) sind bis zu 4000 Jahre alt und laut Yogi Bhajan sind sie sogar noch älter. Das Heilige Buch der Sikh, das „Siri Guru Grant Sahib“ gibt dem Mantra „Sat Nam“ ein Alter von 13 Milliarden Jahren. Dieses Mantra entstand am ersten Tag der Schöpfung. Im „Siri Guru Grant Sahib“ sind alle Mantren aus dem Kundalini Yoga aufgeführt. Bei einem Japa-Mantra-Singen, werden Mantras über einen längeren Zeitraum wiederholt, manchmal tausende Mals, wie z.B. das Friedens-Mantra Sat Narayan.

Welche sind die wichtigsten Mantren?

1. Das OM

>Die magische Silbe des Brahmanismus, die als Hilfe zur Befreiung in der Meditation gesprochen wird

Als das wichtigste Mantra gilt das „Om“, das auch im Yoga viel gelehrt wird. In fast allen Yoga-Richtungen wird das Om am Anfang und Ende der Yogastunde gesungen, damit sich die Teilnehmenden zentrieren und innere Ruhe und Harmonie herstellen können. Es wird seit Jahrtausenden von Jahren unter anderem von Hinduisten als Symbol der Göttlichkeit verwendet. Die Silbe setzt sich aus den drei Buchstaben AUM zusammen und steht für die Dreieinigkeit universeller Prinzipe wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie die drei Götter im Hinduismus, Vishnu, Shiva und Brahma. Der Klang des Om ist der „Urklang des Universums“. Er stellt eine harmonische Schwingung dar, die den Körper und Geist durchdringen kann.

Hier kannst du das OM lernen:

2. Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu ist ein Mangala Mantra, das für Frieden, Harmonie und Glück steht. Es stammt aus Rig Veda und wird zum Ende einer Yoga-Meditation rezitiert. Übersetzt bedeutet der Segensspruch Lokah Samastah Sukhino Bhavantu „Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein “. Er besagt, dass wir alle verbunden sind und selbst nur Glück erfahren können, wenn wir unser Herz öffnen und anderen Menschen mit Liebe begegnen.

Bild: Caleb Frith/Unsplash

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