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Facebook-Blockierung: Mögliche Gründe

von Loveve
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blockieren cyber mobbing

Ich habe mit meinem Ex seit circa vier Jahren keinen Kontakt mehr. Wir sind seit unserer Trennung nicht mehr auf Facebook befreundet. Ganz selten kam es vor, dass ich mal einen Kommentar von ihm bei einem Freund auf Facebook gelesen habe. Nun wurde ich nach vielen Jahren des Schweigens blockiert.

Dingen, die ich nicht verstehe, gehe ich aus meiner Neugierde heraus auf den Grund. Ich habe daher mit einigen meiner Freunde das Gespräch gesucht. Und tatsächlich bin ich mit dieser Erfahrung nicht alleine. Fast jeder meiner Freunde wurde schon einmal von einer anderen Person auf Facebook, Instagram und Co. blockiert.

Ich schalte das Radio ein und höre Herbert Grönemeyers Zeilen:

„Ooh, womit hab ich das verdient
Dass der mich so blöde blockiert?“

Ich frage mich: Womit hatte ich das jetzt genau verdient?

Blockieren als Selbstdisziplinierung?

Für einen kurzen Augenblick lang sagt mir dann die Idee zu, meinen Ex einfach aus Neugierde anzurufen und zu fragen, wie es genau jetzt nach so langer Zeit zu der Entscheidung kam, mich zu blockieren. Es sei nebenbei erwähnt, dass ich über meinen Verflossenen schon lange hinweg bin. Eine Warnung zumindest hatte es wie in „Was soll das?“ auch nicht gegeben.

Bevor ihr jetzt laut aufschreit: Keine Sorge, ich habe entschieden, ihm die Freude am Blockieren zu lassen, wenn er sich damit besser fühlt. Vielleicht ist der Schmerz für ihn erträglicher, wenn er auf Facebook nach meinem Namen sucht und mein Leben nicht mehr mitverfolgen kann..
Ich spekuliere darüber, ob es für ihn eine Art von Selbstdisziplinierung ist. Vielleicht haben ihm aber auch meine Urlaubs- oder Musikvideos nicht zugesagt oder die Erkenntnis, dass es mir ohne ihn gut geht. Aber genug von meinem Ex. Ich wünsche ihm, dass es ihm nicht mehr wehtut

Gemeinschaftliche Feindbilder

Ich stellte dennoch weitere Forschungen an. Wenn mich schon eine verflossene Liebe, die gütlich auseinander gegangen war, nach Jahren des Nicht-Kontakts blockierte, wie sah es dann mit Leuten aus, mit denen es unschöne Auseinandersetzungen gab?

Ich wurde schnell fündig, bzw. dank Blockierungen eben auch nicht.
Da ist die Ex-Kollegin, die mich auf der Arbeit intrigiert und anschließend auf Facebook und Instagram blockiert hat. Da ist der Ex-Chef, der mich vor allem im privat führen wollte, was sich zu seinem Leid (der arme Mann) nicht mit meinen Vorstellungen einer Zusammenarbeit deckte.
Da ist die ehemals „beste“ Freundin, die mit Anfang 30 noch studierte, und mich vermutlich zu dem Zeitpunkt blockierte, als ich ihr mitteilte, es gäbe gerade keine freien Stellen in meinem Unternehmen und ich könne sie nicht einstellen.

Ist Blockieren das neue Cyber-Mobbing?

Was haben all diese Menschen gemeinsam?
Sie teilen zwar keine „Freundschaft“ mehr mit mir auf Facebook, Instagram und Co., dafür aber entweder Hass gegenüber mir oder Angst vor mir oder Konsequenzen für ihr eigenes Handeln. Aber wie viel Sinn ergibt das?

Die Ex-Kollegin hat sicherlich Angst vor Konsequenzen. Wenn ich wüsste, dass jemand, dem ich sehr übel mitgespielt habe, von meinen Intrigen erfahren hat, hätte ich auch Angst aufzufliegen. Aber würde ich sie deshalb über Facebook oder Instagram kontaktieren? Mit aller Sicherheit nicht. Sie hätte ein anwaltliches Schreiben in ihrem Briefkasten.

Was ist mit meinem Ex-Chef? Verletzter Stolz ist sehr wahrscheinlich, sicher auch ein unspezifisches „Ich will die nicht mehr sehen“ oder „es soll ja niemand mitbekommen, dass man sich kannte.“ Grund: Die Angst aufzufliegen.

„Gemeinsam gegen ein Feindbild blockieren“ als das neue gemeinsam auf die Straße gehen

Ich bekomme Bauchgrummeln. Von außen betrachtet, sieht es fast so aus, als würden diese Menschen ein gemeinsames Feindbild (mich) haben.
Für einige Stunden fühle ich mich wieder ein paar Monate zurückversetzt in die Zeiten, in denen ich einem Unternehmen schikaniert wurde.
Ich denke laut, dass sich das gerade tatsächlich etwas wie Mobbing anfühlt. Aber ich weiß, dass man den Begriff Mobbing 2017 genauso wenig beim Namen nennen darf wie Belästigung. Heute schreibt man unter dem Hashtag #metoo. Ich verschone Euch an dieser Stelle mit dem Versuch einen geschichtlichen Abriss in den Kontext meines Kommentars zu bringen.

Ich werde nicht mit Wahrheiten über Mitmenschen, gesellschaftliche Entwicklungen, Intrigen; Belästigungen oder Mobbing hinter dem Berg halten, nur, damit mich oberflächlich jeder liked. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich alles Gute durchsetzt. Wenn eben diese Haltung dazu führt, dass Menschen mich blockieren ist das so. Wir leben in einer spannenden Zeit des Umbruchs und ich habe entschieden, einer der Treiber in die richtige Richtung sein. Blockiere mich wer wolle!

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Bild: Unsplash

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