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Spirituelles Erwachen: Wie fühlt sich das an?

von Loveve
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Gibt es das spirituelle Erwachen? Ich würde mich weder als abergläubischer Mensch bezeichnen, noch habe ich mich jemals mit dem Thema Spiritualität oder Esoterik beschäftigt. Vor ein paar Monaten habe ich nach einem Schicksalsschlag damit begonnen, mich mit philosophischen Inhalten auseinanderzusetzen und schon sehr bald wurde ich meine eigene Zeugin davon, wie etwas ganz Wundersames mit mir passierte.

Ich war bis zu diesem Zeitpunkt wenig bewandert mit einem spirituellen Leben, wenn ich ehrlich bin wusste ich weder wer ich bin noch was ein Bewusstsein ist. Ich möchte meine Erfahrungen auf dem Weg zu einem spirituellerem Leben in diesem Erfahrungsbericht mit Euch teilen. Für diejenigen, die sich wie ich vor knapp vier Monaten, erstmals mit spirituellen Fragestellungen befassen, starte ich mit einer wichtigen Begriffsklärung:

Was bezeichnet man als spirituelles Erwachen?

Das spirituelles Erwachen ist vergleichbar mit der Metamorphose der Raupe zum Schmetterling. Wenn die Verpuppung abgeschlossen ist, gibt es keine Raupe mehr. Der Körper der Raupe löst sich auf und ein ganz neues Wesen entsteht: Ein wunderschöner Schmetterling. Während der Schmetterling im Kokon heranwächst, findet der Prozess des spirituellen Erwachens statt. Dieses Zwischenstadium ist voller Anspannung, weil Du nicht mehr bist, was du warst, aber der Schmetterling ist noch nicht ausgewachsen.

Wie bin ich in den Zustand des spirituellen Erwachens gekommen?

Ich denke schlussendlich können jene, die ein spirituelles Erwachen erlebt haben, nicht mit aller Genauigkeit sagen, wie und warum es zum Erwachen kam. Meine Theorie ist, dass mein Sein, als es mir nicht hätte schlechter gehen können, nur zwei Optionen hatte:

  1. Sterben
  2. Sich verändern

Es geschah 2. Nachdem ich über Monate hinweg schikaniert-, am Ende auch noch als Sündenbock hingestellt wurde und meinen Job verlor konnte ich tagelang weder etwas essen noch geistige Tätigkeiten ausüben. Heute weiß ich, dass dies das Stadium des Heranwachsens war, in dem der Körper der Raupe zerfällt und der wundervolle Schmetterling entsteht. Ich starb fast, zumindest war ein Teil von mir gestorben und veränderte sich in einem Maße, das unbeschreiblich war.

In dieser Phase hatte ich alle möglichen Gefühle: Angst, Wut, Verzweiflung, Traurigkeit. Es war so, als hätten sie tief in mir geschlummert, als müsste ich sie nun durchleben und schließlich loslassen um davonzufliegen. Wie ein Reinigungsprozess. Ich konnte in diesem Stadium nichts tun außer eines: Ich ging zum Gesangsunterricht und am Ende der Stunde gab mir meine Lehrerin mein erstes Philosophie-Buch: „Der Weg des Künstlers“ .

Der Weg des spirituellen Erwachens

Ich war losgeflogen. In den kommenden Wochen laß ich „der Weg des Künstlers“ und „eine neue Erde“ von Ekart Tolle. Ich begann jeden morgen mit dem Schreiben von Texten und so entstanden zahlreiche Lieder, Gedichte und Geschichten. Mit jedem Tag ging es mir besser und ich spürte wie ich stärker wurde. Ich nahm zwei Songs auf und auf wundersame Weise betraten Menschen mein Leben, die so ganz anders waren als jene, die ich zuvor meine Freunde nannte. Es entstanden in sich ruhende spirituelle Freundschaften. Sie fanden mich und ich sie. Sie waren wie Helden, die mich auf meiner neuen Reise begleiten sollten.

Andere schädliche Freundschaften brachen abrupt ab. Es war als wurde mein ganzes Leben ausgetauscht, alles veränderte sich! So begann ich zu Reisen, ich flog nach Lissabon und dann flog ich nach Amerika. Ich entdeckte meine Leidenschaft für die Fotografie und teilte meine Erfahrungen ganz ungefiltert auf Instagram. Ich hatte plötzlich so viel Lebenskraft und zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl wirklich ich sein zu können. Das war auch nicht mehr angreifbar. Währenddessen versuchte mein ehemaliger Arbeitgeber immer noch mich zu Mobben und mir zu schaden. Unter anderem indem der „Vorstand“ eine Email über meine „eklatanten Schwächen“ – wie er sie nannte – an die Belegschaft schrieb. Die Kündigung sei insbesondere für mich sehr schmerzhaft hieß es.

Das Verblüffende war: Ich lachte in mich hinein und sagte: „Nein, diese Kündigung war das Beste was mir je passieren konnte. Ihr habt mich befreit.“

Schmetterling

Vor ein paar Tagen bin ich meine Handyfotos der vergangenen Monate durchgegangen. Dabei erschrak ich, als ich ein Bild von mir fand, welches ich im Mai 2107 aufgenommen habe. In meinen Augen war zu dieser Zeit kein Leben mehr. Und dann sah ich mir ein aktuelles Foto an und verstand welches Leuchten meine Augen jetzt tragen. Das Wundersamste ist, dass nicht nur ich diese Wandlung spürte, sondern auch meine Mitmenschen.

So fragte mich beispielsweise eine völlig mir unbekannte Frau: „Wow was hast Du denn für Augen“. Am Flughafen sagte man mir „Sie strahlen ja so“ und filzte mein Gepäck besonders kritisch.Ich bin weder abergläubisch noch sonst irgendwie esoterisch, ich habe nicht einmal an einen Gott geglaubt. Und doch bin ich der Überzeugung, dass ich nach meiner Grenzerfahrung bei meinem Ex-Arbeitgeber erleuchtet bin. Ich weiß jetzt annähernd was Leute unter Freiheit verstehen und ich weiß, dass ich nie nie wieder in einem solchen Unternehmen arbeiten will, denn dies schafft in unserer Welt einfach keinen Mehrwert.

Nachdem ich aufgehört habe für dieses Unternehmen zu arbeiten, in einem Job in dem man mir die ganze Zeit nur zu spüren gegeben hatte, dass ich irgendwo nicht reinpasse, und ich einfach nicht mehr wollte, habe ich all meine Ängste, Schmerzen und Zweifel auf wirklich wundersame Weise verloren. Ich habe dazu nichts getan. Ich glaube, ich habe diese zerströerischen Emotionen mit meinem Arbeitslaptop einfach dort gelassen.

Sogar habe ich gespürt wie auf dem Heimweg meines letzten Arbeitstags Steine aus meinem Rucksack gefallen sind. Mich hat dieser Sturm in meinem Inneren sogar so irritiert, dass ich einen Arzt fragte, ob ich verrückt sei. Ich habe schon gesehen, wie ich die nächsten Jahre in irgendeine Einrichtung eingewiesen werde. Stattdessen sagte man mir: „Reisen Sie.“

Ich habe so viel aus dieser Erfahrung gelernt, ich möchte mich bedanken, und niemals mehr werde ich nur eine Minute meines Lebens darauf vergeuden mich für eine Firma die keinen sinnvollen Beitrag zum Wohlergehen unserer wunderschönen Welt leistet und rein profitorientiert arbeitet an einen Schreibtisch zu setzen. Nicht eine Sekunde. Lasst euch bitte niemals sagen, dass ihr irgendwo nicht reinpasst. Wären die Leute nicht gleich, dann wärt ihr auch nicht so anders. Danke fürs Freilassen.

Wenn ihr euch für spirituelle Themen interessiert kann ich euch die folgenden Bücher empfehlen:

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Bild: Unsplash

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1 Kommentar

Ramona 19. Mai 2018 - 8:40

Hallo meine Liebe,

ich freue mich so sehr für dich es ist einfach wunderschön zu lesen, wie es dein Leben verändert hat.
Ich habe damals in einem Ki dergarten gearbeitet und die Mädels dort haben sich gegenseitig abgelästert, was mir einfach die Enrgie raubte. Zusätzlich wurde ich auch nicht fair behandelt und es machte einfach keinen Spaß mehr dort. Irgendwann Kamm dann mein Partner zu mir und meinte er bräuchte eine Auszeit von seiner Arbeit, weil es ihm einfach zu sehr Stresst. Ich antwortete ihm das gleiche und plötzlich entschieden wir uns unser Leben komplett umzukrempeln. Wir beide kündigten unsere Jobs, unsere Wohnung und ließen uns von der Schönheit andere Länder anziehen. Seitdem reisen wir schon fast 2,5 Jahre und würden nie wieder irgendwo arbeiten, wo wir nur „jemand“ sind und etwas machen was uns keine Freude bereitet. Wir beide haben es nie bereut und sind super glücklich damit.

Viele Grüße Ramona

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